Utl.: SJ an SPÖ: Nur Demokratie im Magistrat ist Ausweg aus blauschwarzem Postenschacher beim Magistratsdirektor!
“Schockiert mussten wir lesen, dass die FPÖVP Wels offenbar einen deutschnationalen schlagenden ‘Obergermanen’ als Magistratschef durchdrücken will”, so der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wels,
“Motto von dessen Burschenschaft ist ‘Ehre, Freiheit, Vaterland’ und sie verwendet am ‘Coleurband’ die ‘Reichsfarben’ des NS-Regimes: Schwarz-weiß-rot!
Gegen solche Umtriebe gab es gerade erst in Wien massive Proteste, offenbar sollen sie nun Wels Einzug halten.”
Wie unter schwarz-blau im Bund sollen also Burschenschafter mit Posten versorgt werden. Dabei beschäftigten gerade zahlreiche Korruptionsaffären aus dieser Zeit Gerichte und Untersuchungsausschuss.
Gerade der ehemalige Vorgesetze, des “Obergermanen” aus dem Verkehrsministerium, Ex-FPÖler Hubert Gorbach muss sich demnächst für dortigen Schmiergeld-Sumpf verantworten.
(“Profil”-Artikel das der betreffende Peter F. Burschenschafter und aus Gorbachs-Ministerium ist: http://profil.at/articles/0447/560/98462/fpoe-hieb
Mehr Links auf: http://wp.welsgegenrechts.at/2012/02/01)
“Es besteht also die Befürchtung, dass es demnächst unter der FPÖ im Magistrat so ‘geschmiert’ laufen soll, wie unter Grasser und co.”, so der SJ-Vorsitzende,
“In Richtung ÖVP muss man fragen: Wieso forciert sie einen Deutschnationalen, während sogar ÖVP-Chef Spindelegger auf Distanz zu den ‘neuen Juden’ vom WKR-Ball geht!”
Und in Richtung SPÖ stellt ein Aktivist der SJ-Bezirksorganisation Wels klar:
“Die SPÖ in Wels kommt nur mit einer Besinnung auf die Grundwerte und die Stärke der ArbeiterInnenbewegung wieder aus der Sackgasse!”
Denn Aussagen aus der SPÖ-Spitze deuten leider in eine falsche Richtung: “Bei welchem privaten Betrieb können sich die eigenen Mitarbeiter den künftigen Chef selbst aussuchen? Das ist absurd.” (Koits, OÖN, 20.1.2012)
Schließlich wurde bei einem SPÖ-Parteitag in Wels 2008 von der SPÖ das Gegenteil beschlossen: “Für öffentliche Unternehmen unter der demokratischen Kontrolle der Beschäftigten, des Staates und der KonsumentInnen!” (Angenommener SJ-Antrag 2008)
Auch in der Frage des Magistratschef gilt für die SJ:
“Eine Urabstimmung aller Magistratsmitarbeiter über ihren eigenen Chef ist die sinnvollste Alternative zum blauschwarzen Durchpeitschen. Außerdem würde man sich endlich auf einen Grundwert der Sozialdemokratie besinnen: Die ArbeiterInnendemokratie.”
Auch in anderen Punkten darf die SPÖ nicht immer weiter nach rechts abdriften. Hierzu die SJ: “Mit Forderungen wie ‘Für eine Polizeiinspektion im Stadtteil Noitzmühle’, verstärkt man leider das irreale rassistische Gefühl von vielen, dass ‘Ausländerviertel’ ein ‘Sicherheitsproblem’ sind. Davon kann unglücklicherweise nur die FPÖ profitieren!” (Forderung aus der Unterschriftenliste der SPÖ-Wels vom Herbst 2011)
“Stattdessen ist kommunale Entwicklung nötig: Ordentliches Öffi-Angebot, wieder Openair-Kultur, sichtbar verstärkte Betreuung von Menschen mit sozialen oder sucht-bezogenen Problemen…” (Als dies forderten wir schon Mai 2010: http://roteswels.at/?p=536)
Wenn dies nicht passiert stellte die SJ schon vor über einem Jahr klar:
“Wenn SP-Granden (…) den Blauen in die Hände spielen anstatt Politik für ArbeitnehmerInnen zu machen ist die nächste Wahlniederlage unvermeidlich.”
Und für alle die keinen blauen Bürgermeister wollen, heißt es jetzt aktiv werden!
“Wir kämpfen für einen Kurswechsel und eine linke Alternative statt ewiges den Rechten ‘nachhecheln’!” (http://roteswels.at/?p=947)
Linkes Plenum zum Thema Blau-Schwarz am 5. Februar um 16:00 bei der Didf, Plobergerstr. 7: http://facebook.com/events/246356092105710
Ps: Passend dazu auch ein Appell aus dem oö. Antifa-Netzwerk-Info:
“In Wels hat sich eine blau-schwarze Allianz gebildet – offenbar mit dem Ziel, spätestens 2015 einen Freiheitlichen als Bürgermeister zu installieren. Die ÖVP, die sich an Gedenktagen wie dem 9. November gern antifaschistisch gibt, arbeitet gezielt an diesem massiven Rechtsruck mit.
Zwei Vorstöße aus jüngster Zeit beweisen das: Gegen die Stimmen von SPÖ und Grünen drückte Blau-Schwarz die Aufstockung der Stadtwache von acht auf elf Personen durch. (Wobei nicht verschwiegen sei, dass es die Welser SPÖ war, die vor der letzten Gemeinderatswahl die völlig überflüssige Stadtwache eingeführt hat.)
(…) Für die zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft in Wels ist es allerhöchste Zeit, aufzuwachen und in einem breiten Bündnis den Kampf gegen die drohende blau-schwarze Machtübernahme zu beginnen – aus demokratisch-antifaschistischen Motiven und auch weil sich unschwer vorhersagen lässt wie die Finanzierung fortschrittlicher Kultur-, Sozial-, Integrations- und Entwicklungsprojekte unter einem FPÖ-Bürgermeister aussehen würde.
Aktionen nach der Wahl kommen mit Sicherheit zu spät.”
Das Foto oben stammt aus: http://kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2208856
Die “Obergermanen” sind übrigens auch bei der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft”, der extrem rechte Verband innerhalb der ohnehin rechten “Deutschen Burschenschaft”. Die “BG” kämpft dafür, dass nur deutschstämmige – also “Arier” – in Burschenschaften aktiv sein dürfen!
http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/kontakt/bg-mitgliedsbuende.html
http://fr-online.de/politik/der-burschenputsch,1472596,8660694.html
Ein Obergermane forcierte das eine antisemitische Burschen aus der “Ostmark” zur DB beitreten kann:
“Vbr. Prof. Pendl (akad. B! Oberösterreicher Germanen in Wien) spricht sich für die Antragsannahme aus. Es wird der Einsatz der Wiener akad. B! Teutonia für die Einigung der Burschenschaften der Bundesrepublik Deutschland und der Ostmark hervorgehoben.”
http://stopptdierechten.at/2012/01/31/burschenschaft-teutonia-ein-braunes-nest
Überblick über Nazis in Burschenschaften:
http://stopptdierechten.at/2012/02/03/hans-henning-scharsach-sie-sind-dem-nationalsozialismus-treu-geblieben
Wels1 schrieb zum blauschwarzen Kandidaten:
“Es handelt sich dabei um einen Juristen aus dem Innenministerium, er gilt als Choleriker und ist mit dem Inhaber des Welser Nobelrestaurants „Wirt am Berg“ verwandt. Er besitzt kein Parteibuch, man sagt ihm aber gute Kontakte zur FPÖ nach.”
http://wels1.at/index.php/news-a-politik/155-posten-fuer-magistratsdirektor-neu-ausgeschrieben.html
Beim Thema Umzug von SP-Parlamentarier Kirchgatterer gilt für die SJ: “Auch innerparteilich ist demokratische Kontrolle über die Abgeordneten… die einzige Alternative zum Streit um Posten, Geld und Büros.”
Dazu gibt es beim entsprechenden Artikel eher wirre, aber nicht uninformierte Kommentare: “Jeder weiss, dass sich die Ortsorganisationen schon oft mit der Idee auseinandergesetzt haben sich von der Buttinger-SPÖ-Wels zu lösen! (…) Auch hat der Mut gefehlt die Wahl von Roswitha Bauer als Bezirksvorsitzende durchzusetzen (…) Mehr Zusammenarbeit mit den Ortsorganisationen! Weniger “Macht” für die Welser Funktionäre!” http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,809165,E
Interessant ist, dass in dieser Debatte die Grünen sich in ÖVP-Manier zu Personalkürzungen im Magistrat bekennen!
“Bedenklich ist für uns auch die Höhe der Personalkosten, die ein sehr gut gemeintes Drittel des ordentlichen Haushalts ausmachen. Hier wird unseres Erachtens in den nächsten Monaten und Jahren das Personalmanagement des Magistrats gefordert sein Vorschläge und Maßnahmen zu ergreifen.
Im Zuge unserer Stellungnahme zu den Reformvorschlägen des Magistratsdirektors haben wir uns bereits grundsätzlich dazu bekannt, dass Personalabbau hauptsächlich durch Nicht-Nachbesetzung von Abgängen erfolgen soll.”
http://wels.gruene.at/demokratie_kontrolle/artikel/lesen/77312
Meinung der Grünen zum Magistratschef:
http://walterteubl.twoday.net/stories/der-magistratsdirektor-blues
Und zu Blau-Schwarz: http://walterteubl.twoday.net/stories/64038461
Immerhin recht markige Formulierungen in der SPÖ Wels PA vom 24.1.2012:
“Die Bestellung des Magistratsdirektors wird immer mehr zur parteipolitischen Posse, Schwarz-Blaues Bündnis hat Wels im Würgegriff!
(…) Das Verhalten des Blau-Schwarzen Verhinderer Bündnisses lässt tief in die Strategiekiste von FPÖ StR. Rabl, der mittlerweile zum Blau-Schwarzen Fraktionsführer avanciert ist, blicken.
(…) Dass es Ihnen dabei auch nicht um die Entpolitisierung von Entscheidungen geht, wird ebenfalls sichtbar. Denn aus den Gesprächen mit den FPÖ und ÖVP Vertretern kann abgeleitet werden, dass sie sich bereits auf einen Kandidaten geeinigt haben, der in der Blau/Schwarzen Schüssel Ära im Infrastrukturministerium unter Hubert Gorbach Fuss gefasst hat, handeln.”
Meinung SPÖ und Grüne: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,806141
Koits: VP umgefallen: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,806999
Chef selbst aussuchen?: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,802128
Ministeriums-Kandidat: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,804345
Keine Hilfe von Wimmer für Koits?:
http://nachrichten.at/nachrichten/meinung/kommentar/Kommentar;art13612,804346
BH-Chef soll es werden: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,801416
Spitzer Kandidat: http://nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,752666